Das Treffen mit Matteo Thun

Das erste Mal habe ich Matteo im Frühjahr 1991 getroffen. Er hatte kurz zuvor mein Briefing über meine Ideen zur der neuen Amici Tasse erhalten. Er sagte mir:

„Ich habe noch nie ein so interessantes Dokument gelesen. Du meinst, dass eine einfache Espressotasse alle Sinne einbezieht, vom offensichtlichen Geruchssinn, da sie die Aromen des Kaffees weitergeben muss, über den Tastsinn, da sie ein samtiges Gefühl auf den Lippen hinterlassen sollte, und sogar bis zum Gehörsinn, da die Tassen auf den Espressomaschinen im Café, wenn sie sich berühren, „einen Klang erzeugen“ müssen: das ist phantastisch!“

Aus diesem Treffen entstand eine Freundschaft, und aus dieser Freundschaft ein neues, nie zuvor gesehenes Produkt! Die Amici Collection.

Zu jener Zeit war Matteo der Kreativdirektor bei Swatch und zeigte mir, wie dort die Uhrenkollektionen entwickelt wurden. Ich war seit Jahren Sammler von Kaffeetassen aus dem schönsten Porzellan, von Meißen über Royal Kopenhagen bis Herend und der Königlichen Porzellanmanufaktur. Ich rief sofort aus:

„Wir werden zusammen mit den größten Künstlern der Welt Espressotassen herstellen!“

Ich war ein guter Porzellankenner, da mich dieses Material schon immer fasziniert hatte. In meinem Geist sah ich mich bereits in den Porzellanfabriken meine Tassen realisieren. Matteo war ein guter Freund von Professor Cocchi, damals Generaldirektor des Porzellanherstellers Ginori in Florenz. Wir trafen ihn bald und er sagte zu mir:

„Sie bringen mir Ihre Dekors einfach auf Papier und ich mache die Tassen: Lasst uns investieren!“